Die Aktion
Es ist keine Frage, dass der Kampf gegen Kinderpornographie (genauer: gegen dokumentierten Kindesmissbrauch) wichtig ist. Sehr fragwürdig hingegen sind die jüngst diskutierten Massnahmen (”Internet-Sperren”) und vor allem die Methoden, mit denen ein Teil der Massnahmen bereits durchgesetzt wurden.
Anders als von den Befürwortern, allen voran Familienministerin Ursula von der Leyen, vorgetragen sind diese Massnahmen weitgehend ungeeignet, um die Verbreitung von Kinderpornographie zu bekämpfen. Umgekehrt besteht die begründete Befürchtung, dass diese Massnahmen als Wegbereiter für die Umsetzung weitreichender Zensurmassnahmen im Internet dienen könnten. Und obwohl - oder gerade weil? - es faktisch um die Beschneidung von Grundrechten geht, fällt auf, dass die Befürworter von Internet-Sperren häufig mit fehlinterpretierten oder schlichtweg falschen Daten hantieren, um die Dringlichkeit ihres Handelns zu untermauern.
Die Aktion GegenZensur möchte hier ihr Schärflein zur Aufklärung beitragen. Ziel ist es, nachvollziehbare und belastbare Fakten zusammen zu tragen und so die gegenwärtigen Entwicklungen ins rechte Licht zu rücken. Zudem möchten wir Hilfsmittel bereitstellen, die es anderen ermöglichen sollen, es uns gleich zu tun.